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Promotion - Karriere & Jobben

Promotion

Manch einer, der sein Studium erfolgreich abgeschlossen hat, ist froh, die Hochschule endlich verlassen zu können. Andere bleiben gern noch etwas: Sie streben den Doktortitel an undbeginnen mit ihrer Promotion. Einige Überlegungen sollten allerdings vorab anstehen, schließlich bindet einen die Promotion wiederum für einige Jahre. Lohnt sich das? Für ein Studium der Medizin ist beispielsweise der Doktortitel als Abschluss fast(!) schon Pflicht. Und auch außerhalb dieser Disziplin öffnet sich auch heute noch manche Türe schneller, wenn man den „Doktor“ im Namen führt. Sollte die Frage nach einer möglichen Promotion also mit einem eindeutigen „ja“ beantwortet werden, beginnt die Organisation der notwendigen Schritte.

Doktorarbeit, Rigorosum, Disputation

Wichtigstes Element bei einer Promotion ist die Doktorarbeit (Dissertation). Sie soll Ausdruck einer eigenständigen Forschungsleistung sein und neue wissenschaftliche Erkenntnisse beinhalten. Zudem muss sie im Promotionsbüro der Universität angemeldet werden. Das Anmeldeverfahren kann sich durchaus über drei Monate hinziehen. Erst wenn es abgeschlossen ist, kann auch die Dissertation abgeschlossen werden. Also: Nicht zu lange aufschieben! Die fertig gestellte Dissertation wird entweder von der entsprechenden Fakultät oder von einem von der Hochschule eingesetzten Gremium beurteilt. Ist die Beurteilung positiv, folgt entweder das Rigorosum oder die Disputation, also eine mündliche Prüfung oder aber ein wissenschaftliches Fachgespräch. Besteht man auch diese Aufgabe, muss die Dissertation nur noch in angemessener Weise der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden, dann kann man die Promotion als abgeschlossen ansehen. Um die Arbeit öffentlich zu machen, reicht mitunter ein preiswerter Copyshop, mitunter bemüht man einen Verlag oder wählt die einfache Variante „Veröffentlichung im Internet“. Als Print-On-Demand-Vorlage im Netz bringt sie bestenfalls noch ein bisschen Zusatzgeld ein.

Das Thema der Doktorarbeit

Eventuell hat man bereits konkrete Ideen für seine Doktorarbeit im Kopf und versucht damit einen Doktorvater oder eine Doktormutter zu überzeugen. Anderenfalls könnte das eine oder andere Gespräch mit einem Professor, der einen Doktoranden sucht, die Initialzündung geben. Auch Internetbörsen können einem bei der Suche nach passenden Themen und einem wissenschaftlichen Betreuer helfen. Je nach Studienfach oder eigener beruflicher Zielsetzung sind Themen für Doktorarbeiten, die aus einer Kooperation von Hochschule und Wirtschaft entstehen, besonders interessant.

Graduiertenkolleg und Graduate School

Statt der wissenschaftlichen Betreuung durch einzelne Professoren können Promovierende auch auf so genannte Graduate Schools oder Graduiertenkollegs setzen. Graduiertenkollegs arbeiten häufig interdisziplinär. Meist bestehen sie aus etwa dreißig Doktoranden und 10 bis 15 Hochschullehrern. Lehrveranstaltungen, Seminare und Kolloquien sind oft Bestandteil dieser Kollegs. Graduate Schools sind relativ neu in der deutschen Bildungslandschaft, bieten ähnliche Programme und Austauschmöglichkeiten wie Graduiertenkollegs. Sie sind aber noch stärker international ausgerichtet: Die in den Schools genutzte Sprache ist auch in Deutschland Englisch, da die Teilnehmer aus unterschiedlichsten Ländern stammen. Sucht die Graduiertenschule darüber hinaus engen Kontakt zur Wirtschaft, so kann das für manchen Doktoranden die Finanzierung der Promotion lösen. Bestenfalls ergeben sich darüber hinaus Kontakte, die dem Promovierenden irgendwann auch den Einstieg ins Berufsleben erleichtern. Als Beispiel für solch eine mag die Graduiertenschule der Universität Paderborn dienen.

Finanzierung

Die Finanzierung der Doktorarbeit ist eine extrem wichtige Frage, wenn nicht reiche Verwandte einen sponsern. Zum einen gibt es die Möglichkeit, bei der Hochschule als wissenschaftlicher Mitarbeiter angestellt zu werden. Zum anderen können Stipendien die Finanzierung der Promotion sichern. Beginnt man die Arbeit an einer Dissertation, deren Thema von der Industrie oder anderen Wirtschaftsunternehmen angeregt werden, so übernimmt eventuell auch die jeweilige Firma zumindest eine Teilfinanzierung der Lebenshaltungskosten. Oder sie unterstützt den Doktoranden mithilfe einer angebotenen Stelle im Unternehmen, die noch genug Raum für die Forschungsarbeiten lässt.
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