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Assessment Center - Karriere & Jobben

Assessment Center

Ein Assessment Center ist so etwas wie ein komprimierter Praxistest für Bewerber. Meist nehmen dort mehrere Bewerber auf einmal teil, seltener gibt es auch ein Assessment Center für einzelne TeilnehmerInnen. Ein Assessment Center testet eher Eigenschaften wie Team- und Kommunikationsfähigkeit, Stressresistenz und Kompetenz zur Problemlösung als ganz konkrete berufsspezifische Qualifikationen. Nur fachlich gut zu sein, reicht meist nicht aus. Ein gutes Zusammenspiel mit anderen Teilnehmern hinterlässt dagegen oftmals einen positiven Eindruck.

Sinn und Zweck eines Assessment Centers

Der englische Ausdruck „assess“ bedeutet „einschätzen“. Tatsächlich gleicht ein Assessment Center ein wenig einem Casting, um eine Position in einem Film mit dem am besten geeigneten Akteur zu besetzen. Nur, dass hier kein Film produziert wird, stattdessen der passende Bewerber für eine Stelle in einem Unternehmen ausgesucht wird. Unternehmen nutzen ein Assessment Center sowohl für die Auswahl von Neueinsteigern als auch für die firmeninterne Besetzung von Stellen mit bereits für die Firma arbeitenden Personen. Ein für Unternehmen meist nicht ganz billiges Assessment Center wird häufig genutzt, um Führungspositionen zu besetzen.

Assessoren

So genannte Assessoren beobachten die Bewerber, die im Team, als Zweiergruppe oder allein verschiedene Aufgaben lösen müssen. Meist richtet sich die Anzahl der Assessoren nach der Zahl der zu beurteilenden Bewerber und wird oftmals so gewählt, dass auf zwei Bewerber ein Assessor kommt. Häufig dauert ein Assessment Center zwei bis drei Tage lang; verkürzte Varianten enden dagegen nach einem halben oder nach einem Tag. Abschließend bewerten die Assessoren die einzelnen Teilnehmer und wählen ihren oder ihre Favoriten für die zu besetzende Stelle aus. Assessment Center werden häufig von professionellen Anbietern für ein Unternehmen organisiert; zu den Assessoren gehören dann oftmals Entscheider des jeweiligen Unternehmens, das Stellen besetzen möchte, und Externe. Insbesondere Letztere sind nicht selten psychologisch geschult, was einen Bewerber allerdings nicht übermäßig nervös machen sollte.

Aufgaben

Die schlechte Nachricht zuerst: Niemand weiß genau, was sich die Assessoren für ein Assessment Center ausgedacht haben. Was die konkreten Inhalte der anstehenden Aufgaben angeht, wird sich der Bewerber also auf Überraschungen einstellen müssen. Die gute Nachricht: Ganz ohne Vorbereitung muss niemand in ein Assessment Center gehen. Meist erwartet die Teilnehmer eine Mischung aus Einzel- und Teamaufgaben: Rollenspiele stehen neben Gruppendiskussionen, Einzelvorträgen, Präsentationen und Persönlichkeitstests. Am besten, man rechnet mit der ganzen Palette. Möglicherweise werden Teilnehmer gebeten, ein Gespräch unter Kollegen durchzuspielen, bei dem es um Probleme mit anderen Kollegen geht. Oder sie sollen unter Zeitdruck mit fiktiven firmenbezogenen Daten eine Werbestrategie skizzieren, die Vorteile eines neuen Vertriebswegs oder die Neuorganisation einer Abteilung. Als Vorbereitung hilfreich kann es sein, zuhause die freie Rede zu trainieren: Man sucht sich ein Thema, recherchiert ein wenig im Internet, gibt sich dafür vielleicht 15 Minuten und redet allein vor sich selbst, besser vor Freunden, die das Gesagte anschließend beurteilen.

So bleiben, wie man ist

Persönlichkeitstests gehören mittlerweile häufig zu den Aufgaben, die Bewerbern im Assessment Center abverlangt werden. Der Versuch, dabei eigene Eigenschaften zu präsentieren, die man gar nicht hat, scheitert meistens. Selbst, wenn man gut schauspielern kann: Wer will schon während seines Berufslebens einen ihm eigentlich fremden Menschen spielen? Gut ist es dagegen, einmal selbst Eigenschaften aufzulisten, die man an sich positiv und negativ beurteilt oder die Eigenschaften, die andere einem zuordnen. Dann kann man auch bei einem Assessment Center besser dafür sorgen, dass Positives gut zur Geltung kommt. Und das Negative? Wird jemand beispielsweise häufig für penibel gehalten, so handelt es sich um eine eher negativ besetzte Beurteilung. Man kann sie allerdings auch positiv wenden: „Sorgfältig“ ist ein verwandter Begriff und klingt viel hübscher. So kann man auch dem, was andere Menschen an der eigenen Person negativ beurteilen, eine etwas positivere Wendung geben. Die Kunst besteht darin, sich im besten Licht zu zeigen, nicht jemanden zu spielen, der man gar nicht ist.

Weitere Informationen:
» Was ist ein Assessment Center?
» Das Assessment Center
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