Du bist hier: Studium
Login:    Passwort:   
-

Grundsatz

Wenn du und deine Angehörigen (Eltern oder Ehegatten) die Kosten für Studium und den Lebensunterhalt nicht tragen können, dann steht dir nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) eine staatliche Förderung zu.

Voraussetzungen

Förderungsfähige Studenten an Fachhochschulen, Akademien und Universitäten müssen die deutsche Staatsbürgerschaft besitzen, das Studium vor der Vollendung des 30. Lebensjahres beginnen und im Studienverlauf Nachweise über Ihre Leistungen bringen. Für ausländische Studenten und für die Aufnahme des Studiums nach dem 30. Lebensjahr gelten besondere Regelungen.

Förderungshöhe

Das Gesetz sieht eine maximale monatliche Förderung für Studium und Lebensunterhalt von 333 Euro vor. Dazu gibt es eine Unterkunfts- bzw. Mietpauschale die den BAföG-Satz für bei den Eltern wohnende Studenten auf maximal 377 Euro und für nicht bei den Eltern wohnende Studenten auf maximal 466 Euro erhöht. Doch die Politiker hatten beim Gesetzentwurf die Spendierhosen an und gewähren noch einen Mietzuschuss von höchstens 64 Euro im Monat, wenn du monatlich mehr als 133 Euro (inklusive Nebenkosten) abdrückst. Dazu ist der Mietvertrag und gegebenenfalls ein Nachweis der Nebenkosten einzureichen. Wenn du selbst kranken- und pflegeversichert bist, dann hast du Anspruch auf einen Zuschuss in Höhe von 55 Euro. Somit beträgt der Förderungshöchstsatz beim BAföG 585 Euro.

Einkommen und Vermögen

Der individuelle Förderungssatz richtet sich aber auch nach dem Einkommen und Vermögen von dir und deinen Eltern. Für die BAföG-Berechnung spielt das Einkommen vor der Aufnahme des Studiums keine Rolle. Neben dem Studium kannst du in einem zwölfmonatigen Bewilligungszeitraum 4.333,56 Euro verdienen, ohne dass dein BAföG gekürzt wird.

Eigenes Vermögen bis zu 5.200 Euro hat keinen Einfluss auf das BAföG. Für Ehepartner und Kinder sind jeweils weitere 1.800 Euro frei. Wer bei diesen Angaben schummelt und sich so unberechtigterweise die Förderung erschleicht, der kann sich auf ein Strafverfahren gefasst machen. Die Studentenwerke erfragen seit März 2003 die Höhe der Zinsen beim Bundesamt für Finanzen und können damit Rückschlüsse auf das Vermögen ziehen.

Auch das Einkommen der Eltern spielt bei der Berechnung des BAföG-Satzes eine wichtige Rolle. Dabei wird vom Einkommen des vorletzten Kalenderjahres ausgegangen. Dein BAföG-Amt sagt dir genau für welches Jahr entsprechende Belege benötigt werden. Es gibt Ausnahmeregelungen bei denen das Einkommen der Eltern nicht berücksichtigt wird, bspw. wenn du bereits fünf Jahr erwerbstätig oder zusammen mit einer Ausbildung sechs Jahre beschäftigt warst. In solchen Fällen ist eine Beratung dringend empfohlen.

Förderungsart

BAföG ist eine feine Sache, denn 50% erhältst du als Zuschuss und 50% als unverzinsliches Darlehen. Ein (Teil-)Erlass des Darlehens ist für Studenten mit gutem Abschluss oder kurzer Studiendauer möglich. Bei vorzeitiger Tilgung des Darlehens sind auch bis zu 50% Erlass drin, also nach dem Studium schnell reich heiraten und das BAföG auf einmal zurückzahlen. Für alle Angelegenheiten rund um das Darlehen ist das Bundesverwaltungsamt zuständig.

Förderungsdauer

Die Förderungshöchstdauer für Studenten richtet sich nach der Regelstudienzeit der jeweiligen Fachrichtung oder ist im Gesetz festgehalten. Eine Verlängerung ist für schwierige Fälle wie beim erstmaligen Nichtbestehen der Abschlussprüfung, Mitwirkung in den gesetzlichen Gremien der Hochschule, Schwangerschaft, Kindererziehung oder Behinderung möglich.

Bummler können eine Studienabschlusshilfe als vollverzinsliches Darlehen nach der Förderungshöchstdauer für maximal zwölf Monate beantragen. Doch auch hier sind Bedingungen zu erfüllen. So muss das Prüfungsamt dir Bescheinigen, dass dein Studium innerhalb der nächsten zwölf Monate beendet wird oder du kannst die Zulassung zur Abschlussprüfung innerhalb von vier Semestern nachweisen.

Leistungsnachweise

Ab dem fünften Semester ist ein Leistungsnachweis gefordert. Dieser muss dokumentieren, dass die den jeweiligen Ausbildungs- und Prüfungsordnungen entsprechenden Studienfortschritte erreicht wurden. Dies kann ein Zeugnis (Vordiplom, Zwischenprüfung etc.) sein oder die Bescheinigung eines Eignungsgutachters der Hochschule.

Antrag

Bevor du die Kohle einstreichen kannst, ist das ausfüllen eines Formulars in feinstem Beamtendeutsch notwendig. Den Antrag kannst du dann beim zuständigen Amt für Ausbildungsförderung (meistens Studentenwerk) einreichen. Leistungen nach dem BAföG werden frühestens vom Beginn des Antragsmonats an erbracht. Rechtzeitig beantragen, sonst sitzt du auf dem Trockenen. Spätestens zwei Monate vor Ablauf deines Antrags (Bewilligungszeitraum) solltest du einen Weiterförderungsantrag stellen, damit der Geldfluss nicht versiegt.

Fachwechsel

Einen Wechsel des Studienfachs solltest du dir gut überlegen, denn da hat der Gesetzgeber einen Riegel vorgeschoben. Dieser ist nur bis zum Beginn des vierten Semesters möglich und auch dann sind wichtige Gründe anzuführen.

BAföG im Ausland

Natürlich steht dir auch für ein Studium im Ausland BAföG zu, ja es ist sogar einfacher zu erhalten als bei einem inländischen Studium. Für ein Studium außerhalb der EU legt der Staat sogar noch Zuschläge für höhere Lebenshaltungskosten, Reisekosten und Studiengebühren als Zuschuss drauf. Je nach Land sind verschiedene BAföG-Ämter für dein Auslands-BaföG zuständig. Welches das richtige ist verrät dir dein lokales Amt.

Weitere Informationen:
»
»
»
»
»
Infos aus Deiner Stadt?
Flirtest Du schon?
Tipps für Studenten
Genug geflirtet? Dann empfehlen wir dir folgende Seiten und Services, die dein Studentenleben aufpeppen:
»Tipps für Karriere und Studium
»Bewerte deine Dozenten!
»Hunger? Speiseplan deiner Mensa als App