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Hochschularten

Hochschularten

Die Entscheidung für eine Hochschulart beeinflusst nicht nur dein Studium sondern meistens deine berufliche Laufbahn und Karriere. Wir haben unsere Ausführungen auf die drei größten Hochschularten Universität, Fachhochschule und Berufsakademie beschränkt.

Universität (Uni)

Die Universität ist die klassische Art einer Hochschule und leitet sich vom lateinischen universitas (Gesamtheit) ab. Genau genommen ist die Gesamtheit der Lehrer und Schüler (universitas magistrorum et scholarium) gemeint. Die großen Unis werden aufgrund des vielfältigen Fächerangebots auch Volluniversitäten genannt. Sie dienen Forschung und Lehre gleichermaßen und besitzen Promotionsrecht. Unterteilt ist eine Universität in Fakultäten und Fachbereiche. Vorraussetzung für ein Studium an einer deutschen Universität ist die allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife (Abitur). An wenigen Unis ist auch der Zugang mittels Fachhochschulreife und/oder ein Aufnahmeprüfung möglich. Bei einigen Studienfächern wird ein Vorpraktikum für die Einschreibung vorausgesetzt. Der reguläre Studienbeginn ist zum Wintersemester im Oktober, doch ein Beginn zum Sommersemester im April ist an immer mehr Universitäten und Studiengängen möglich. Die Universitäten stehen trotz steigender Studentenzahlen in einem starken Wettbewerb zueinander. Zur Profilierung werden daher immer neue und innovative Studiengänge aus dem Boden gestampft. Dieser Innovationsdrang hört sich für Außenstehende beeindruckend an, doch Studenten klagen dagegen häufig über unklare Studienbedingungen, fehlende Konzepte und Probleme in Prüfungsangelegenheiten. Bei Interesse an solch einem Studiengang sollte eine gründliche Recherche unter Lehrstühlen, Fachschaft und Studenten durchgeführt werden.

Fachhochschule (FH)

Ähnlich wie Universitäten bieten Fachhochschulen ein breites Studienangebot, daher wird seit einigen Jahren die englische Zusatzbezeichnung "University of Applied Sciences" von vielen Fachhochschulen verwendet. In einigen Bundesländern wie Baden-Württemberg werden konsequenterweise die Fachhochschulen in "Hochschule für …" (Design, Technik, Wirtschaft etc.) umbenannt. Ein kleines Schmankerl aus der Hochschulpolitik. Gängig war oder ist der Begriff von "wissenschaftlichen Hochschulen" (Hochschulen mit Promotionsrecht wie Universitäten). Dieser soll nun nicht mehr verwendet werden, da dies "unwissenschaftliche Hochschulen" impliziert und das betrifft folglich die Fachhochschulen :-) Die praxisorientierte Ausbildung auf wissenschaftlicher Basis wird oft als Vorteil zur theoretischen Ausbildung an Universitäten angeführt. So sind auch ein oder zwei Praxissemester an Fachhochschulen verpflichtend, in diesen du in einem Unternehmen praktische Erfahrungen sammelst. Die Forschung spielt in der Regel eine untergeordnete Rolle und nicht zuletzt deswegen ist ein FH-Studium in einer relativ kurzen Studiendauer von acht bis neun Semestern zu absolvieren. Fachhochschulen haben im Gegensatz zu Universitäten kein Promotions- und Habilitationsrecht. Vorraussetzung für ein Studium an einer Fachhochschule ist die Fachhochschulreife oder eine höhere Hochschulreife (allgemeine oder fachgebundene). Zusätzlich wird häufig ein fachbezogenes Vorpraktikum gefordert, welches aber auch teilweise während der ersten Semester nachgeholt werden kann. Eine fachspezifische Berufsausbildung oder ein einjähriges Praktikum im Rahmen der Fachhochschulreife wird üblicherweise als Praktikum anerkannt. Studienbeginn ist in der Regel zum Wintersemester (September), ganz selten zum Sommersemester (März).

Berufsakademie (BA)

Berufsakademien (University of Cooperative Education ) sind eine relativ neue Errungenschaft im Hochschulleben. Studenten schließen einen Ausbildungsvertrag mit einem Unternehmen ab und belegen gleichzeitig einen dreijährigen Studiengang an einer Berufsakademie. Folglich ist der Studienverlauf in Praxisphasen im ausbildenden Unternehmen und in Theoriephasen an der Berufsakademie aufgeteilt. Die allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife ist Vorraussetzung für ein BA-Studium, oft reicht aber auch die Fachhochschulreife. Unbedingt erforderlich ist auch ein heiß begehrter Ausbildungsvertrag inklusive Vergütung mit einem Unternehmen. Der Einstieg ist in der Regel nur im September oder Oktober möglich. Interessant ist das Studium an einer Berufsakademie auf jeden Fall. Neben einer Ausbildungsvergütung erhält man innerhalb von nur drei Jahren einen mit der Fachhochschule gleichgestellten Abschluss und parallel drei Jahre Berufserfahrung mit guten Chancen vom Ausbildungsbetrieb übernommen zu werden. Die Kurse sind im Vergleich zur Universität sehr klein und ermöglichen effektives Lernen. Nachteilig ist der hohe Zeit- und Leistungsdruck bei gleichzeitigem Anspruch auf tariflichen Urlaub. Es gibt also keine ausgiebigen Semesterferien sondern fünf bis sechs Wochen Urlaub - für ein ganzes Jahr wohlgemerkt. Hinzu kommt die fehlende Möglichkeit ein Semester zu wiederholen, dennoch ist die Abschlussrate erstaunlich hoch.
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